Physiotherapie

Das Wort Physiotherapie ist von den griechischen Wörtern physio = Natur und therapeia = Behandlung / Begleiten abgeleitet.

Physiotherapie / Krankengymnastik ist ein nach der ärztlichen Diagnose verordnetes, aus vielen unterschiedlichen Therapieformen bestehendes Heilmittel, welches das Ziel hat, die größtmögliche Bewegungs- und Funktionsfähigkeit im körperlichen (=somatischen) und im geistigen (=psychischen) Sinne eines Menschen zu erhalten oder wiederherzustellen.
Die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit kann durch Krankheit, Unfall, angeborene Störungen oder Fehlverhalten im Alltag beeinträchtigt sein.
Dieses Ziel orientiert sich an der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Gesundheit als einen Zustand des körperlichen und geistigen Wohlbefindens bezeichnet.




Die Anwendung verschiedener aktiver und oder passiver Behandlungsformen (Beschreibung folgt) kann beim Menschen Schmerzen beseitigen, gesunde (physiologische) Bewegungsabläufe oder auch Ersatzfunktionen wiederherstellen, unausgewogene Muskelkraftverhältnisse (muskuläre Dysbalancen) ausgleichen und bei Kindern eine physiologische Entwicklung fördern. Sie gibt dem Patienten ein Handwerkszeug (Hilfe zur Selbsthilfe) mit auf den Weg, aktiv und selbstständig den Heilungsprozess zu unterstützen, fortzuführen und erneuten Problemen vorzubeugen.
Die Geschichte der Krankengymnastik / Physiotherapie: Bereits in der Antike war die erholsame Wirkung von gymnastischen Übungen, Massagen und Heilbädern bekannt, Thermal und Mineralquellen wurden genutzt. Hippokrates (um 400 v.Chr.), der den lebendigen Leib als Organismus, Gesundheit als Gleichgewicht und Krankheit als gestörten körperlichen (physischen) und geistigen (psychischen) Gesamtzustand betrachtete, vertrat die medizinische Auffassung, dass die Natur eigene Heilkraft besitzt. Dieser Grundsatz findet sich heutzutage in vielen Behandlungsformen der Physiotherapie wieder, die die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen.

Bereits im 18. Jahrhundert entwickelte ein schwedischer Sportlehrer aus den Leibesübungen eine gezielte therapeutische Gymnastik, im 19.Jahrhundert erfreute sich die Anwendung von Heilbädern, Wassergymnastik und Gesundheitserziehung etc. (Sebastian Kneipp, der Vater der Hydrotherapie (Wassertherapie) wachsender Beliebtheit. Anfang des 20. Jahrhunderts brachte ein Berliner Arzt die „schwedische Heilgymnastik“ nach Deutschland und definierte den Beruf den „Gymnasten“.
Bedingt durch Kriege und Zunahme von Arbeits- und Berufsunfällen stieg der Bedarf an Behandlungen und erweiterte die Anwendung der Krankengymnastik auf verschiedenste Bereiche der Medizin wie z.B. die Chirurgie, Neurologie.
Physiotherapie/ Krankengymnastik – ein weites Feld:

Unter dem Begriff der Physiotherapie / Krankengymnastik verbirgt sich ein weites Feld therapeutischer Maßnahmen und Tätigkeitsfelder. Heute ist die Physiotherapie ein wichtiger Bestandteil der modernen Medizin und viele Behandlungserfolge in Praxis, Krankenhaus und Rehabilitation würden ohne die Physiotherapie nicht erreicht.
Die Anwendung ist in jedem Lebensalter möglich und ist bei manchen Problemen sogar effektiver und risikoärmer, als eine medikamentöse Therapie. Auf Grund des steigenden Bewusstseins vieler Patienten an Ihrem Gesundungsprozess aktiv mitwirken zu wollen und Nutzen und Risiken anderer therapeutischer Verfahren abzuwägen, gewinnt eine Behandlung, die die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert, zunehmend an Bedeutung.

Quelle: www.dr-gumpert.de/html/krankengymnastik



Behandlungsfelder

  • Schwangerschaft- und Wochenbett
  • Inkontinenz
  • Operative Verfahren z.B. bei Senkungsbeschwerden
  • Funktionsstörungen der inneren Organe, z.B. im Herz-Kreislaufsystem oder der inneren Organe
  • Strukturelle Veränderungen im Herz-Kreislaufsystem wie z. B. Herzinfarkt
  • Atemwegserkrankungen wie z.B. Asthma, chronische Bronchitis
  • Rheuma
  • Funktionsstörungen des Gefäßsystems
  • Neurologische Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall, siehe unter Neurologie
  • Schlaganfall (Apoplex)
  • chronisch voranschreitende (progressive) Erkrankungen des Nervensystems wie z.B. Multiple Sklerose, Parkinsonsche Erkrankung
  • Lähmungserscheinungen bedingt durch Unfall, Bandscheibenvorfall etc.
  • Schädel-Hirntraumen


Orthopädie: nicht operativ (= konservative Orthopädie)

  • Rückenschmerzen bedingt durch Funktionsstörungen (keine bleibenden Veränderungen) am Bewegungsapparat nach Fehl- oder Überbelastung und oder der/ Bewegungsarmut
  • Bleibende (=strukturelle) Veränderungen am Skelett- und Muskelsystem wie z.B. Wirbelsäulenverkrümmungen, Fußfehlformen, Bandscheibenproblemen, Verschleiß (Arthrose) etc.
  • Schmerzhafte Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule oder Extremitäten nach Unfall oder bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises

Orthopädie / Chirurgie: operative Verfahren

  • alle Formen von Gelenkersatzoperationen (z.B. künstliches Kniegelenk oder künstliches Hüftgelenk)
  • chirurgische Versorgungen eines Knochenbruchs , Verletzungen des Muskel-Sehnen-Bandapparates, Gelenkfehlstellungen etc.
  • Bandscheibenvorfall
  • Entlastungsoperationen bei Schulterschmerzen, Knieproblemen etc.

 

  • Vorbeugung der Entstehung von Krankheiten, Funktionseinbußen und Risikofaktoren z.B. Verhinderung von Rückenschmerzen durch Fehlverhalten im Alltag über eine Rückenschule
  • Vorbeugung der Wiederkehr einer bereits bestehenden gesundheitlichen Problematik (Rezidivprophylaxe) z.B. Verhindern von einem erneuten Bandscheibenvorfall über medizinisches Krafttraining
  • angeborene oder erworbene Störungen der zentralen Koordination bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Entwicklungsverzögerungen bei Kindern in den verschiedenen Wahrnehmungsbereichen
  • Verschleißbedingte (degenerative) Muskelerkrankungen
  • Krankheitsbilder aus dem Bereich der Orthopädie und Chirurgie bei Kindern

Eine Rehabilitation dient der Wiedererlangung und Sicherung bestmöglicher körperlicher und geistiger Fähigkeiten. Sie kann direkt im Anschluss an ein akutes Ereignis (z.B. Operation, Schlaganfall) oder zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden. Im Anschluss einer Rehabilitation sollte der Patient in der Lage sein, seinen Platz in Gesellschaft und Beruf möglichst selbstständig wieder einzunehmen und eventuell langfristig lernen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen zu leben.

  • Reha nach Erkrankungen aus dem Bereich Neurologie:
    • Schädel-Hirntraumen
    • Schlaganfall
    • etc.
  • Reha nach Erkrankungen aus dem Bereich Orthopädie
    • Endoprothetik
    • Wirbelsäulenerkrankung
    • etc.
  • Reha nach Erkrankungen aus dem Bereich innere Medizin:
    • Herzinfarkt
    • Atemwegserkrankung
  • Reha nach Erkrankungen aus dem Bereich
    • Knochenbruch
    • Endoprothetik
  • Alle Fachbereiche
    • Krebserkrankungen

Betrifft verschiedenste Bereiche der Medizin:

  • chronische Schmerzbilder wie z.B.
    • Kopfschmerz
    • Gesichtsschmerz
    • Rückenschmerzen
    • chronische Schmerzen im gesamten Muskel- und Skelettsystem (Fibromyalgie), siehe auch unter Psychosomatik
  • Sportverletzung
  • „Nachwirkungen“ durch Training und Wettkampf
  • Trainingsoptimierung


Behandlungsmethoden

Das Bobath Konzept bietet einen problemlösungsorientierten Zugang zur Befunderhebung und zur Behandlung von Menschen mit Störungen von Funktionsfähigkeit, Bewegung und Haltungskontrolle aufgrund einer Erkrankung oder Verletzung des zentralen Nervensystems.
Die Basis bildet das Verbessern der Haltungskontrolle und der selektiven Bewegungen mittels Fazilitation (IBITA 1996, Panturin 2001, Brock et al 2002, Raine 2006).
Dieser Zugang zur Rehabiliation von Erwachsenen mit Gesundheitsstörungen des zentralen Nervensystems gründet sich auf der Arbeit von Berta und Karel Bobath und wurde über die letzten 50 Jahre stetig weiterentwickelt.
Die heutige Basis für das Bobath Konzept bilden ein aktuelles Wissen aus den Neurowissenschaften, insbesondere aus den Gebieten der motorischen Kontrolle und des motorischen Lernens, der neuralen und muskulären Plastizität, sowie der Biomechanik. Im Weiteren gründet das Konzept auf der Erfahrung von klinischen Experten und den Bedürfnissen und Erwartungen der Patienten (Sackett 2000).
In der klinischen Anwendung des Bobath Konzepts ist eine transprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit von Therapeuten, Ärzten, Pflegefachpersonen und anderen Gesundheitsfachleuten mit den Betroffenen und deren Angehörigen essentiell. Die persönlichen Ziele, Bedürfnisse und das Potential der betroffenen Person stehen dabei im Mittelpunkt.

Manuelle Massagetechnik nach Dr. Vodder mit systematischer Anordnung und rhythmischer Folge von Drehgriffen, Schöpfgriffen, Pumpgriffen sowie stehenden Kreisen und Spezialgriffen. Der Einsatz von Geräten (z. B. Lymphomat) ist kein Ersatz für die manuelle Lymphdrainage.

Therapeutische Wirkung:

  • Abflussförderung der interstitiellen Flüssigkeit über Lymph- und Venengefäßsystem sowie Gewebsspalten.
  • Steigerung der Lymphangiomotorik.
  • Lockerung fibrosklerotischen Bindegewebes.
  • Hebung des Parasympathicotonus.

Schädigungen/Funktionsstörungen

  • Leichtgradige einseitige Lymphödeme
  • Ödeme:

posttraumatische und postoperative

schmerzlose oder schmerzhafte, zeitweise bzw. vorübergehende lymphatische/lymphostatische Schwellungen

Schmerzen, Funktions-, Belastungsstörungen durch lokale Schwellung (z. B. Ödem, Hämatom)

Leistung:

Behandlung entsprechend dem individuell erstellten Behandlungsplan:

  • Behandlung eines Armes oder Beines oder
  • Behandlung des Kopfes oder
  • Behandlung des Bauches oder
  • Behandlung der Wirbelsäule oder eines Wirbelsäulenabschnittes.

Therapieziel:

Entstauung mit Schmerzreduktion.

Leistung:

  • Behandlung entsprechend dem individuell erstellten Behandlungsplan:
  • Behandlung eines Armes oder Beines oder
  • Behandlung des Kopfes oder
  • Behandlung des Bauches oder
  • Behandlung der Wirbelsäule oder eines Wirbelsäulenabschnittes

Von Therapeuten durchgeführter Teil der manuellen Medizin auf der Grundlage der Biomechanik und Reflexlehre zur Behandlung von Dysfunktionen der Bewegungsorgane mit reflektorischen Auswirkungen. Sie beinhaltet aktive und passive Dehnung verkürzter muskulärer und neuraler Strukturen, Kräftigung der abgeschwächten Antagonisten und Gelenkmobilisationen durch translatorische Gelenkmobilisationen. Anwendung einer gezielten impulslosen Mobilisation oder von Weichteiltechniken. Die krankengymnastische manuelle Therapie enthält keine passiven Manipulationstechniken von blockierten Gelenkstrukturen an der Wirbelsäule.

Therapeutische Wirkung:

  • Gelenkmobilisation durch Traktion oder Gleitmobilisation.
  • Wirkung auf Muskulatur, Bindegewebe und neurale Strukturen.
  • Kräftigung abgeschwächter Muskulatur.
  • Wirkung auf Gelenkrezeptoren, Sehnen- und Muskelrezeptoren durch Hemmung oder Bahnung.

Schädigungen/Funktionsstörungen:

  • Gelenkfunktionsstörungen, reversibel (sogenannte Blockierung, Hypomobilität, Hypermobilität) mit und ohne Schmerzen.
  • Segmentale Bewegungsstörungen der Wirbelsäule. (Funktionsstörungen durch Muskelverkürzungen, Sehnenverkürzungen, Muskelinsuffizienz, - dysbalance, -verkürzung)
  • Schmerzen.
  • Neural bedingte Muskelschwäche bei peripheren Nervenkompressionen.

Therapieziel:

  • Wiederherstellung der physiologischen Gelenkfunktion.
  • Wiederherstellung der physiologischen Muskelfunktion.
  • Schmerzlinderung bei arthrogenen, muskulären und neuralen Störungen.

Leistung:

  • Behandlung aufgrund einer manualtherapeutischen Diagnostik nach einem individuellen manualtherapeutischen Behandlungsplan.
  • Schulung in speziellen Gelenk- und Muskelübungen.

Die Osteopathie ist eine Naturmedizin, die seit mehr als
130 Jahren erfolgreich praktiziert wird.
Die Osteopathie strebt das Ziel an, die gestörten Funktionen des Organismus wieder herzustellen, indem die Ursachen von Schmerzen und funktionellen Störungen aufgespürt und behandelt werden. Zu diesem Zweck beurteilt der Osteopath die Stellung, Mobilität und Qualität der Gewebe.
Die Osteopathie versteht sich als Ergänzung und Erweiterung der Schulmedizin. Der Mensch wird als Einheit betrachtet. Alle
Strukturen und Systeme des Organismus werden behandelt, Dysfunktionen des Muskelskelett-Systems ebenso wie Probleme
im viszeralen oder kranio-sakralen Bereich werden beseitigt.
Die Osteopathen arbeiten ausschließlich mit ihren Händen, die sie
als Werkzeuge einsetzen, um Störungen und Einschränkungen
in den verschiedenen Bereichen und Syste

Nicht das isolierte Betrachten des Kindes, sondern die ganzheitliche Sichtweise unter Berücksichtigung der Lebensumstände steht im Mittelpunkt dieser Therapie. Im Unterschied zu anderen Therapiekonzepten gibt es im Bobath-Konzept keine standardisierten Übungen, sondern es stehen individuelle und alltagsbezogene therapeutische Aktivitäten / Interventionen im Vordergrund, die günstige Voraussetzungen für sensomotorisches und soziales Lernen herstellen.

Beim Menschen findet man Materie, Bewegung, Geist

"Es ist meine Absicht, die Grundgesetze des lebenden Körpers, so wie ich sie verstanden habe, weiterzugeben. Ich vermittle keine Regeln. Ich zeige meinen Studenten nicht, wie man einen bestimmten Knochen, Muskel oder Nerv bei einer Erkrankung behandelt, sondern ich vermittle ihnen das Wissen über Funktion und Dysfunktion, in der Hoffnung, das spezifische Verständnis der Studenten für Krankheiten, ihr Entstehen, ihre Auswirkung und den Umgang mit ihnen zu schulen." Dr. Andrew Taylor Still D.O.

TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

Die TCM ist eine über 3000 Jahre alte Heilkunst. Sie ist eine natürliche und körperorientierte Behandlungsform.
Ihre wichtigsten Grundlagen sind die Lehre von Yin und Yang, den 5 Wandlungsphasen (bei uns eher bekannt unter dem Begriff 5 Elemente), und vom Qi.

Yin und Yang

Die TCM geht davon aus, dass das Leben die Verbindung von Yin und Yang ist. Im dynamischen Wechselspiel ergänzen sich Yin und Yang in unaufhörlichen Prozessen der Umwandlung und führen zur Harmonie der Ganzheit. Es gibt kein Yin ohne Yang, die beiden Kräfte ergänzen sich und sind voneinander abhängig.

Die fünf Wandlungsphasen (bei uns oft besser als die „5 Elemente“ bekannt)

Bei dieser Lehre werden physische Abläufe oder Phänomene in 5 Wandlungsphasen eingeordnet.
Diese 5 Grundfaktoren – Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser – stehen in einer engen Wechselbeziehung der gegenseitigen Hervorbringung, der Steuerung und der Überwindung. Die Überwindung ist pathologisch, während die andern Zyklen physiologisch sind. Bei extremem Ungleichgewicht einer Phase, kann jedoch jeder Zyklus pathologisch wirken.
Viele medizinische Gegebenheiten und Vorgänge, wie z. B. die Funktion innerer Organe, Sinnesorgane, der Einfluss von Wetterfaktoren etc., lassen sich den 5 Wandlungsphasen zuordnen. Zum Beispiel resoniert zum Holz der Wind, der Frühling, die Geburt, die Leber, die Gallenblase, die Muskeln, der Zorn, das Saure, etc. Bringt man diese Resonanzreihe zueinander in Beziehung, erhält man einige klinisch wichtige Daten.

Qi (sprich: tschi)

Für die Chinesen gibt es keine direkte Definition von Qi. Die ständig fliessende und sich wandelnde Lebensenergie , ein energetisches Potential, eine dynamische Komponente welche im Körper als Lebenskraft zirkuliert, sind nur drei der möglichen Umschreibungen.
Die Lebensenergie kommt aus drei Quellen:

  • das „Atmungs-Qi“, welches wir über die Atmung aufnehmen
  • das „Nahrungs-Qi“, welches über die Nahrungsmittel in den Körper gelangt
  • das „Ursprungs-Qi, das uns als Erbsubstanz mitgegeben wurde

Qi erfüllt im Körper wichtige Funktionen, wie z.B.

  • Quelle der Bewegungen, nicht nur die willkürliche, sondern auch die Atmung, des Blutkreislaufes, der Därme etc.
  • Erzeugung von Wärme im Körper
  • Psychische Aktivität und Vitalität, das Denken, das Bewusstsein
  • Umwandlung von Nahrung in Blut und Körpersäfte
  • den Körper vor äusseren schädlichen Einflüssen schützen, etc.

Beim gesunden Menschen ist diese Lebensenergie in harmonischem Fluss, die Funktionen der Organe sind ungestört und kräftig.

Krankheiten im Sinne der TCM sind energetische Störungen mit folgenden möglichen Ursachen:

  • klimatische Faktoren
  • emotionale Faktoren
  • falsche Ernährung
  • körperliche Erschöpfung
  • Ansammlung von Schleim
  • Verletzungen

Nach chinesischer Vorstellung sind „äussere“ klimatische, und „innere“ emotionale Faktoren die wichtigsten Ursachen bei der Krankheitsentstehung.
Der wichtigste Grund zum Einsatz der TCM, dient zur Vorsorge und Erhaltung der Gesundheit.
Wenn wir auf „Zeichen“ unseres Körpers achten, und diese ernst nehmen, können Disharmonien frühzeitig erkannt und mittels TCM therapiert werden.
Leider haben wir die Fähigkeit, auf unseren Körper zu „hören“, aus verschiedensten Gründen weitgehend verloren. Dadurch wird auch die TCM vermehrt zur Therapie, wenn wir bereits erkrankt sind.
Weiter ist darauf hinzuweisen, dass die TCM ein ganzheitliches System ist, weshalb der Einbezug psychischer Faktoren selbstverständlich ist.

Durch die Stimulation der Reflexionen am Fuß, kann Einfluss auf fast alle Körperregionen und Organen genommen werden.Mit Hilfe der Fußreflexzonenmassage werden sogenannte Reflexzonen am Fuß stimuliert. Über diese Reize kann Einfluss auf fast alle Körperregionen und Organe im Sinne einer Entspannung, einer Aktivierung oder Schmerzlinderung ausgeübt werden. Der Fußreflexzonenmassage obliegt der Gedanke dass jedes Organ im Körper mit einer entsprechenden Zone am Fuß verbunden ist. Der Therapeut kann durch die Massage der entsprechenden Fußzonen positiven Einfluss auf die entsprechenden Körperpartien nehmen. Ergebnisdieser Massage kann eine Schmerzreduktion, eine Entspannung aber auch Anregung für den Stoffwechsel sein. Durch die Entfernung der Stoffwechslablagerungen werden die Durchblutung und die Regeneration und die Selbstheilungskräfte aktiviert

Progressive Muskelentspannung ist eine Methode, die in den 30 er Jahren von dem amerikanischen Arzt Edmund Jacobsen entwickelt wurde. Ziel dieses Verfahrens ist es in oder nach stressigen Situationen gezielt entspannen zu können.

Dies geschieht durch starkes Anspannen verschiedenen Muskelgruppen und dem darauf folgenden Entspannen. Durch die Schulung der Wahrnehmung der muskulären Anspannung wird die Sensibilität erhöht auch innere Anspannung früher wahrzunehmen und ihr gezielt entgegenzuwirken, bzw. sie erst gar nicht entstehen zu lassen. Durch zunächst rein körperliche Entspannung wird ein innerer Ruhe- und Entspannungszustand erreicht. Für viele Menschen ist diese Methode leichter zu erlernen als andere Methoden wie z.B. autogenes Training, da die primäre Entspannung über die willentlich beeinflussbare Muskulatur herbeigeführt wird.

Die PME eignet sich besonders gut für Menschen, die unter folgenden Symptomen leiden: Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Stress, Burnout-Syndrom, Tinitus, bestimmte Formen von Ängsten, Bluthochdruck, Beeinflussung von Schmerzsituationen, Migräne. PME ist leicht erlernbar und lässt sich schnell auch außerhalb des Kurses direkt im Alltag anwenden. Die Kurse werden im Rahmen der Prävention von den Krankenkassen bezuschusst.

Weitere Entspannungsmethoden im Therapiehaus Glindemann sind Biofeedback und Neurofeedback.

Mit geeigneten Geräten werden beim EMG (Muskelaktivität) und oder beim EEG (Gehirnströme) gemessen. Weitere Darstellungsmöglichkeiten sind u.a. Herzfrequenz, Atemfrequenz, Hauttemperatur, Blutvolumen. Im EMG kann angespannte/ verspannte Muskulatur auf einem Monitor sichtbar gemacht werden. Diese Prozesse werden mittels eines Biofeedbackgerätes optisch und/oder akustisch dargestellt und an das Gehirn zurückgemeldet und so der bewussten Wahrnehmung zugängig gemacht. Durch das permanente Feedback kann auf die verspannte Muskulatur Einfluss genommen werden. Sie können sich unter den Telefonnummern des Therapiehauses informieren.

Tel.: 06235 / 82958 und 82761


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